Es heißt "Cube"
Nun ist es amtlich. Das Auto ist verkauft, abgemeldet und damit endgültig aus meinem Leben verschwunden. Zumindest dieses. Dafür habe ich mich nun nach wochenlangem Hin und Her, viel Überlegen und Abwägen und Internetforensuchen endlich für ein zweirädriges Gefährt entschieden. Es heißt "Cube". Sein voller Name lautet "Cube Nature Pro". Es ist die Schwarz/Rote (!) Variante, nicht die Schwarz/Grüne. Nachdem wir 3 FahrraddealerInnen besucht haben und etliche Kilometer dafür gefahren sind, hat´s dann doch geklappt.
Eine erste Probefahrt ließ Zweifel aufkommen. Doch eine Rahmengröße weiter, sind wir uns, das Fahrrad und ich, allmählich etwas näher gekommen. Der Vortrieb ist toll, das Handling auch. Gewicht mit ca. 12kg okay, wobei ein paar Veränderungen und Anbauten jetzt ständig für Schwankungen sorgen werden. Mit Beleuchtung und Co. wird es sich irgendwo bei 12,5kg einpendeln. Für ein Crossbike ohne Wettkampfabsichten ist das akzeptabel. Da ich beabsichtige, durch das Radfahren auch ein paar kg zu verlieren, mache ich vielleicht auf diese Weise wieder ein paar Anstrengungen gut.
Technisch kommt das Cube mit einem XT-Schaltwerk daher. 30-speed XT-Schaltung und XT-Umwerfer. Schalthebel ist ein Deore Rapidfire Plus. Kann besser, dann hätte ich aber letztlich auch beim Preis "Aufstriche" machen müssen. Kurbelsatz: Shimano FC-T551 Hollowtech II, Zahnkränze: Shimano CS-HG63, Kette: Shimano CN-HG54, Bremse: Shimano 445 hydr. Disc Brake (160/160).
Ich habe noch im Laden die Griffe wechseln lassen, die "Plastikspielzeugpedale" gegen Shimano SPD (click/flat) Pedale austauschen lassen, einen Cube-Getränkehalter und ein hochwertiges Schloss (wichtig!) abgegriffen. Die Pedale haben´s dann durch guten Willen oder Vergesslichkeit des Verkäufers nicht bis auf die Rechnung geschafft und von daher blieb ich preislich echt im Rahmen.
Erster Praxistest:
Regen. Schutzbleche für hinten nachgekauft.
Zweiter Praxistest:
Fahreigenschaften top. Ich musste mich auch nach langer Rad-Abstinenz erst einmal an die dünnere Bereifung gewöhnen. Das ging aber recht schnell. Die Bremsen kommen flott, die Schaltung macht penibel genau (XT halt), was sie soll. Das Popometer schreit nach einem anderen Sattel, ich schieb´s aber auf, da schließlich eine Woche Gewöhnungszeit zeigen wird, ob die Schmerzen wieder gehen - oder doch bleiben. Perspektivisch ziele ich aber auf eine gefederte Sattelstütze ab. Die Thudbuster von Cane Creek macht sich in diversen Forengemeinden einen guten Namen. Aber das hat Zeit. Die Gabel, eine einfache Suntours (!), ohne weitere Einstellmöglichkeiten (bis auf hart/weich und die Blockierfunktion), fahre ich meist im blockierten Zustand. Kurz vor dem Bürgersteig nutze ich sie doch, aber ansonsten nimmt sie nur Kraft weg. Ich schätze, sie wird jetzt 1,5 Jahre halten (müssen) und dann schauen wir mal, was es auf dem Markt der Federgabeln denn so besseres gibt.
Fazit:
Ich bin zufrieden und nun vollends im Umweltverbund unterwegs. Die Nahverkehrszüge erlauben mit meiner Semesterkarte die kostenlose Mitnahme von Rädern, was mir auf dem Arbeitsweg sehr hilft. Von daher: Alles i.O.
Kategorien: Ökologie, Sandkasten
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